Jun 15

Am Himmel über Slowenien

Zwei Crews des VAFC nutzen das schöne Zwischenhoch am 12. Juni 2020 und starten frühmorgens mit D-EUMC (Martin, Manuel) sowie D-ETGZ (Thomas, Martina) von Hohenems mit Destination Slowenien. Unsere Route führt via Innsbruck, Mittersil und Matrei nach Lienz (LOKL), wunderschön gelegen an der Drau und umrahmt von den eindrücklichen Osttiroler Dolomiten. Nach einer kurzen Pause heben wir wieder ab und folgen dem Flusslauf der Drau Richtung Klagenfurt. Bei guten VMC herrscht in der Region Villach reger Flugbetrieb mit Seglern, Paraglidern und Ultraleicht-Flugzeugen. Dank Wien Information sind wir darüber orientiert und wachsam. Türkis glitzern die Kärntner Seen in der Mittagssonne, ein wunderbares Bild! Südlich der Alpen erkennen wir die föhnbedingte Staubewölkung. Nach einem Midfield-Crossing in Klagenfurt (LOWK) reisen wir weiter der Drau entlang und nehmen Kurs auf Maribor (LJMB). Die Übergabe an Ljubliana FIS klappt perfekt; man erwartet uns schon und kennt die Details aufgrund der Flugpläne. Maribor Tower regelt den gemischten Verkehr im Anflug gelassen: «D-ETGZ, you are number 2 behind an ultralight aircraft. Confirm in sight. Reduce speed and make some s-turns on the final”. Der Empfang nach der Landung durch eine junge Dame im Follow-me ist ausgesprochen sympathisch. Wir geben neue Flugpläne auf und starten auf Piste 14, danach Linkskurve und Ausflug in Richtung Nordost. Auf Wunsch von Manuel umrunden wir den Flugplatz Murska-Sobota (LJMS), der über zwei gekreuzte Graspisten verfügt, um anschliessend retour via Maribor und einem Midfield-Crossing in Ljubliana unser Tagesziel Portoroz (LJPZ) anzusteuern. Ljubliana FIS begleitet uns, bis wir schliesslich nahe Divaca an Portoroz Tower übergeben werden. „Direct to righthand downwind runway 33“ lautet die Anweisung. Der Platz ist belebt. Offenbar hatten auch einige andere Piloten die Idee, das günstige Wetterfenster für einen «Hüpfer» ans Meer zu nutzen. Nach der Landung verzurren wir unsere beiden Flugzeuge in der vom jüngsten Regen durchweichten Wiese. Ein Shuttlebus bringt uns in das malerische Küstenstädtchen Piran, wo wir das mediterrane Flair und köstlichen Fisch, «Catch of the day», im Restaurant Pavel 2 geniessen

Der nächste Morgen begrüsst uns mit Sonnenschein und blauem Meer. Aufgrund der Wetterbriefings vor der Reise haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis spätestens 13 Uhr LT in Hohenems zu landen, um sicheren zeitlichen Puffer zu haben vor den spätnachmittags angekündigten Gewittern. Nach einem weiteren gründlichen Wettercheck entschliessen wir uns, für den Rückflug die Direttissima zu wählen. METARS und Radarbilder zeigen niedrige, aufgelockerte Bewölkung auf dem südöstlichen Teil der Route, anschliessend gutsichtige VFR-Bedingungen bis nach Hause. Nach dem Take-off  fliegen wir über den Vicky-Point und Triest und steigen nach Freigabe durch Ronchi Radar zunächst auf 8000 ft, um die vor den Bergen angestaute, etwa 4000 ft tiefe SC-Bewölkung zu überwinden. Im Steigflug erkennen wir in der Ferne bereits den markanten Gipfel des Grossglockners. Kurzerhand ändern wir den Flugplan in Abstimmung mit der FIS «direct to LOIH», überqueren die julischen Alpen, fliegen über das Pustertal vorbei an den Dolomiten und schliesslich über Timmelsjoch und Arlberg im entspannten Reiseflug mit grossartigen Ausblicken. Seiten-Rückenwind verkürzt unsere Flugzeit auf nur rund 2 Stunden vom slowenischen Mittelmeer nach Vorarlberg.

Fazit: Slowenien ist landschaftlich reizvoll, sympathisch und immer wieder eine Reise wert!

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Jun 09

First Solo Richard Stockinger

Richard Stockinger hat heute seinen First Solo mit seinen drei Landungen bravourös gemeistert. Herzlichen Glückwunsch!

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Jun 02

Vereinsausflug 1. Juni 2020

Nach ausgiebigem Studium österreichischer Wetterkarten, hoben wir am 1. Juni gegen 07:30 UTC mit zwei Cessnas vom Flugplatz in Hohenems ab. Im Westen Österreichs herrschte bestes Flugwetter und trotzdem waren wir wegen der Wettervorhersage noch ein wenig skeptisch, ob wir Niederöblarn in der Steiermark erreichen würden. Wir wollten dort zu Mittag essen. Nach einem Kaffee an unserer ersten Destination in St. Johann in Tirol lichteten sich all unsere Bedenken. Der GAFOR ließ auf gutes Flugwetter schließen und so setzten wir unseren Tour übers Ennstal nach Niederöblarn fort. Am Alpenflugzentrum trainierten gerade Segelflieger, die wir von der Terrasse des Restaurants aus während des Mittagessens beobachteten. Dort beschlossen wir dann auch, auf dem Heimweg einen Umweg über Lienz in Osttirol zu machen. Auf dem Flug Richtung Millstätter See überflogen wir den höchstgelegenen Flugplatz Österreichs, Mauterndorf, und konnten anschließend beim Durchflug des Drautals das herrliche Bergpanorama genießen. In Lienz betankten wir unsere Flieger mit etwas AVGAS, gaben einen Flugplan auf und traten unsere Heimreise über Italien an. Auf 11.000 Fuss überquerten wir schließlich das Timmelsjoch, überflogen Sölden und querten die Alpen weiter zum Arlbergpass. Statt weiter durchs Klostertal zu fliegen, wählten wir diesmal die Route Lech und übers Furkajoch zurück nach Hohenems. Den lauen Abend ließen wir bei einem Bierchen auf der Terrasse des Flugplatzrestaurants Pasta Fresca ausklingen.

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Mai 24

Österreichtour 2020

Am 21. Mai machten wir uns mit drei Vereinsmaschinen auf, Österreich von oben zu erkunden. Obwohl wir alle den Flugschein schon seit einigen Jahren besitzen, war es noch kaum zu einer zusammenhängenden Österreichtour gekommen. Die Coronasituation und die damit verbundene Einschränkung, unsere Landesgrenzen nicht zu verlassen, gab uns einen Anlass dazu. Und wir haben es nicht bereut: wir wurden Zeuge beeindruckender Landschaften, sahen Berge, Flüsse, Seen, Felder, Städte, Klöster und Kulturstätten einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Überall wo wir hinkamen, wurden wir freundlich empfangen. Unsere Route führte uns über Ried-Kirchheim und Seitenstetten zum nördlichsten Platz Österreichs: Dobersberg. Von dort ging es weiter nach Stockerau und mit einem Taxi nach Wien, wo wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Tag flogen wir gleich mal an Wien vorbei zum östlichsten Platz Österreichs – Spitzerberg, ein wirklich toller Grasplatz, und von dort längs über den Neusiedlersee an der Seebühne von Mörbisch vorbei nach Punitz-Güssing im Burgenland. Nach einem Mittagessen in Klagenfurt landeten wir schließlich noch am südlichsten Flugplatz, in Nötsch im Gailtal. Den Rest kann man sich denken: nach 750 nautischen Meilen und 9 Legs kamen wir wieder in Hohenems an, dem westlichsten Platz Österreichs.

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